Babynamen finden – Rechtslage, Vorurteile, Inspirationen

Die süße Qual der Wahl – den richtigen Babynamen finden. Endlich kündigt sich der Nachwuchs an, und prompt stehen neben der Freude darüber viele wichtige Entscheidungen an. Vor allem eine spannende, wie die für oder gegen einen Vornamen für den kommenden Liebling.

Vornamen Tafel

Doch was ist erlaubt? Was ist Trend? Und wie findet man bei der großen Auswahl toller unterschiedlicher Vornamen für Mädchen und Jungen den richtigen für das eigene Kind?
Wir haben ein paar Tipps für den richtigen Babynamen.

Die Rechtslage: Erlaubt ist (fast alles) was gefällt.

Von Rechtswegen gibt es kaum Einschränkungen. Erlaubt ist (fast) alles was gefällt, solange nur erkennbar bleibt, ob es ein weiblicher oder männlicher Name ist. Zudem gibt es noch die Regel, dass ein Name als solcher erkennbar sein muss. Bezeichnungen wie „Schrank“, „Straße“ oder „Ventilator“ fallen da also verständlicherweise weg.

Interessanterweise gibt es dennoch die junge Schauspielerin Wolke Hegenbarth, deren Vater sich vor Gericht das Recht erstritten hat, diesen Vornamen zu nutzen. Will man diesen Weg vermeiden gibt es auch die Möglichkeit einen zweiten Namen zu vergeben, der das Geschlecht des Kindes klar kennzeichnet und auch sonst den generellen Normen der Namensgebung entspricht.

Apropos zweiter Name – In Deutschland wurde per Gericht bereits entschieden, dass die von einem Elternpaar angestrebten zwölf Vornamen zu viel waren (siehe Artikel RP Online). Sie mussten sich für fünf davon entscheiden.

Überhaupt ist das Namensrecht in Deutschland recht flexibel, solange die Persönlichkeitsrechte des zu benennenden Kindes nicht verletzt werden. Beleidigende, herabsetzende oder verleumdende Namen etwa, wie Beleidigungen oder Figuren und Charakter mit überwiegend negativer Assoziation etwa wie „Satan“ oder „Judas“, dürfen nicht vergeben werden. Auch geografische Bezeichnungen, Ländernamen, Monatsbezeichnungen und Markennamen fallen heraus bei der Wahl zum idealen Vornamen.

Wenn man sich für einen sehr ausgefallenen Namen entschieden hat, aber nicht hinsichtlich der Bedeutung oder Herkunft sicher ist, kann man sich an die Universität Leipzig wenden, welche eine Namensberatung eingerichtet hat.

Trendnamen: Inspiration oder No-Go?

Jedes Jahr werden die Top-Namen verkündet, welche die frisch geborenen Sprösslinge am häufigsten erhalten haben. Bereits seit 2012 findet sich der Name „Mia“ nahezu unumstößlich in den Top 10 der beliebtesten weiblichen Vornamen. Und auch bei den männlichen Vornamen ist wenig Experimentierfreude in Deutschland zu spüren: „Ben“ behauptet sich seit 2009 an der Spitze.

Eine bestimmte Riege an Vornamen hält sich meist für ein paar Jahre, teilweise gar Jahrzehnte. Wer sich die Hitlisten nach einzelnen Jahren anschauen möchte, richtet seinen Blick auf Webseiten wie beliebte-vornamen.de, welche ein jährliches Ranking anbieten.

Auch in den Jahren davor waren eher gefällige Namen wie „Hannah“ und „Leon“ die Namenssieger auf dem Treppchen.

Nutzt man einen Namen aus der Trendtabelle, kann man sich ziemlich sicher sein, in guter Gesellschaft zu sein – andererseits will man als Eltern vielleicht auch einen individuellen Namen vergeben. Die Wahl liegt bei Ihnen, wie Sie die Trendvornamen bewerten. In jedem Fall kann die Tabelle mit den Top 10 zur Inspiration bei der Vornamenwahl dienen.

Aber selbst bei trendigen Vornamen aus den Hitlisten muss Ihr Kind nicht zwangsweise mit drei anderen „Mias“ in die Klasse gehen. Es spielt der geographische Aspekt eine kleine Rolle, sowie das Glück. Zudem werden die Eltern bei der Namensgebung kreativer und verändern gängige Namen in kleinen Schritten. So wird das eigene Kind, bezogen auf den Namen, zu einem Unikum.

In meiner Funktion als Fußballtrainer für Kinder (über 40 Kinder) kommen mir eine Vielzahl an „modernen“ Namen unter. Dabei erlebe ich selten Überschneidungen in den einzelnen Altersklassen. Ist doch mal eine Name doppelt, dann sind diese Kinder meist 3-4 Jahre auseinander. Ähnlich verhält es sich bei den Namen der anderen Teams. Ein Leon, Oliver und Marwin gibt es doppelt, aber das war es auch schon. Also kein Angst vor trendigen Namen.

Aus den Top-10 der Vornamen 2016 sind bei unseren Kids zwei dabei – Leon und Lukas. In den Top-20 sind es vier und in den Top-50 gerade einmal fünf.

Vornamen? Vorsicht, Vorurteil!

Eine Studie zu den Vornamen von Schulkindern zeigte, dass dieser Einfluss hatte auf die Erwartungshaltung der Lehrer und deren spätere Bewertungen. So beobachtete man bei Namen wie „Chantal“ oder „Kevin“ besonders negative Auswirkungen. Sogar ein Phänomen, namens „Chantalismus / Kevinismus“ wurde danach benannt.

Man bemerkte, dass besonders viele Benennungen von Kindern mit fremdländisch klingenden (Doppel-)Namen erfolgte – wenn diese aus sozial schwachen Umfeld stammten. Das rührte vor allem aus der früheren Prägung der Eltern her. Klar, Justin, Kevin und Jason kannte man gut aus den vielversprechenden Medien der 80er und 90er Jahre. Im Gegensatz dazu waren besser situierte und durchschnittliche Haushalte eben eher von herkömmlichen Namen und anderen Medien geprägt.

Umgekehrt können aber Namen auch positives Image verleihen. Hannah, Julia und Alexander etwa sollen bei Lehrern und Erziehern gute Assoziationen bewirken. Die Schwierigkeit ist wohl nur, heute einen Namen zu wählen, der dann in einigen Jahren keine negativen Assoziationen bewirken wird – ein Fakt, den man als Eltern nur bedingt beeinflussen kann.

Die Uni Oldenburg hat dazu eine kleine Studie vorgenommen und die Erwartungshaltung von Lehrern gegenüber den verschiedenen Vornamen abgefragt. Die Antworten der Grundschullehrer waren frei und ergaben folgendes Ergebnis auf die Frage, welchen Vornamen sie ihrem eigenen Kind auf keinen Fall geben würden. Hier die Top 10:

1. Kevin (64,0 %)
2. Jacqueline (37,2 %)
3. Chantal (33,2 %)
4. Justin (30,4 %)
5. Marvin (10,8 %)
6. Mandy (9,2 %)
7. Dennis (9,2 %)
8. Michelle (7,6 %)
9. Pascal (6,8 %)
10. Marcel (6,2 %)

Verhaltensauffällige Assoziationen zu Namen ergaben folgende Vornamen (nur die top 10):

1. Kevin (54,4 %)
2. Justin (21,0 %)
3. Dennis (10,6 %)
4. Marvin (10,0 %)
5. Jacqueline (9,2 %)
6. Chantal (8,6 %)
7. Marcel (8,4 %)
8. Pascal (7,6 %)
9. Maximilian (6,0 %)
10. Leon (5,4 %)

Als leistungsstark wurden etwa Vornamen wie Hannah, Charlotte, Marie oder Sophie bei Mädchen und Jakob, Maximilian, Alexander oder Simon bei Jungen bewertet. Eher leistungsschwach wurden Vornamen wie Mandy, Chantal, Anagelina, Celina oder Vanessa bei Mädchen, sowie Kevin, Justin, Marvin, Maurice oder Cedric bei Jungen eingeschätzt.

Wie findet man einen passenden Vornamen fürs Baby?

Die Auswahl und Vielfalt der Namen ist atemberaubend. Hier einige Tipps wie Sie dennoch zum richtigen Namen finden:

    → Probieren Sie aus ob der Name zusammen mit Ihrem Nachnamen einen guten Klang ergibt.
    → Vorname und Nachnahme sollten nicht auf denselben Buchstaben enden.
    → Haben Sie eine schlechte Erinnerung an den Namen? Eine verflossene Liebe, eine gemeine Nachbarin? Dann streichen Sie diese Namen großzügig von Ihrer Auswahl.
    → Doppel-Namen oder einfacher Namen? Bestimmen Sie einen Rufnamen – so findet sich oft leichter ein Kompromiss.
    → Probieren Sie auch Verniedlichungsformen Ihres gewählten Namen aus und bedenken Sie, dass der Name eventuell auch in starkem Dialekt ausgesprochen wird.
    → Einigen Sie sich auf eine möglichst einfache Schreibweise – ihr Kind wird es ihnen danken, wenn es schreiben lernt und seinen Namen nicht immer und immer wieder buchstabieren muss
    → Überprüfen Sie die Bedeutung des Namens. So bedeutet „to sue“ im Englischen „verklagen“
    → Denken Sie auch an Initialen. Wilhelm Claus mag gut klingen, die Initialen „W.C.“ wird er sich vermutlich aber nicht an die Tür heften.

Des Weiteren haben wir bei unserer Wahl der Vornamen immer diverse Online-Portale bemüht, um die Bedeutung des jeweiligen Namen zu kennen. Dies kann eventuell für einige Namen ein Ausschlußkriterium sein. Beispielweise fanden wir den Namen „Linus“ gut. Jedoch bedeutet er unter anderem „der Weinerliche“. Und das möchte der ein oder andere dann vielleicht nicht.

Bei amazon.de finden sich ein paar sehr gut bewertete Bücher zur Vornamensfindung. Wie „Das große Vornamen-Lexikon“ oder „Der kleine Vornamenfinden“ usw. Diese bieten eine sehr gute Möglichkeit den richtigen Vornamen in aller Ruhe zu Hause zu finden. Die Liste mit den besten Büchern zur Vornamesfindung gibt es hier bei amazon.

Individuelle Geschenke mit Vornamen gestalten

Ob Hannah, Ben, Kevin, Mia oder ganz exotische Namen – wer seinen perfekten Wunschvornamen für das Baby gefunden hat, möchte eventuell gerne ein passenden Geschenk dazu haben. Eventuell auch für den Freund, Bruder oder andere Bekannte. Jeder Name kann auf einzigartigen Designs seinen Platz finden. Zum Beispiel auf Kuschelkissen, an Wandleuchten mit Taufspruch, auf Kuscheldecken – überall kann der gewählte Vorname in individuellem Design zur Geltung kommen. Schauen Sie auf http://www.omama-shop.de/ nach, wie Sie Ihren Wunschnamen am Besten in Szene setzen können!

Der Trusted-Shops zertifizierte Online-Shop bietet eine große Auswahl an personalisierten Babygeschenken an. Teller, Decken, Uhren, Bilder und einiges mehr. Da findet sich bestimmt eine schönes Geschenk für einen tollen Vornamen.

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